Wer plant, neue Fenster für die eigenen vier Wände zu kaufen, steht vor einer wichtigen Entscheidung, die den Werterhalt einer Immobilie auf lange Zeit hinaus beeinflusst. Denn egal ob Neubau, Renovierung oder Sanierung, Fenster müssen heute eine ganze Reihe an zentralen Kriterien erfüllen und viele Aufgaben verlässlich meistern. In diesem Beitrag geben die REFORM-Fensterexperten zehn Tipps zu wichtigen Punkten, die es beim Fensterkauf unbedingt zu beachten gilt:

  1. Frühzeitig planen und Beratung nutzen
  2. Auf U-Wert achten
  3. Das „richtige“ Material auswählen
  4. Formen und Farben klug wählen
  5. Verglasung: Energieeffizienz und Schallschutz beachten
  6. Den optimalen Einbruchschutz finden
  7. Effizienten Sonnen- und Insektenschutz mitplanen
  8. Zubehör nicht vergessen
  9. Auf fachgerechte Montage achten
  10. Preis-Leistungs-Verhältnis richtig beurteilen

Tipp 1: Frühzeitig planen und Beratung nutzen

Der wohl wichtigste Tipp, den wir Bauherrn geben können, ist, sich frühzeitig mit dem Fensterkauf zu beschäftigen. Bereits in der Planungsphase sollten Glasflächen und Fensterformen wohl überlegt sein. Diese haben nämlich nicht nur einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtoptik der Immobile, sondern auch auf die Baukosten. Zudem spielen Fenster und Türen natürlich bei der Erstellung des gesetzlich vorgeschriebenen und für Förderungen notwendigen Energieausweises eine wichtige Rolle.

Auch hinsichtlich Sonnen- und Einbruchschutz ist eine frühzeitige Planung notwendig, da beispielsweise integrierte Sturzkästen oder Stromzuleitungen bereits in der Rohbauphase eingeplant werden müssen.

Bauherren sollten daher frühzeitig die Beratung durch Fensterexperten in Anspruch nehmen. Fensterexperten geben bereits in der Hausplanungsphase wichtige Hinwiese und Tipps rund um Wohnatmosphäre, Lichteinfall, Einbruch- und Schallschutz und natürlich auch zum Thema Energieeffizienz. In den Schauräumen der Fensterhersteller kann man sich zudem schon mal einen Eindruck von Farben und Formen verschaffen. Gute Möglichkeiten, sich einen Überblick zu verschaffen, bieten hierbei natürlich sämtliche Messen rund um den Hausbau.

Tipp 2: Auf den U-Wert achten

Die Energieeffizienz der Fenster ist eines der wichtigsten Entscheidungskriterien beim Fensterkauf. Die bedeutendste Kennzahl bei Fenstern ist der Wärmedurchgangskoeffizient, abgekürzt mit U für „unit of heat transfer“ (Einheit des Wärmedurchgangs). Er zeigt jene Energiemenge an, die in einer Stunde durch eine Fläche von 1 m² fließt. Bei Fenstern unterscheiden wir zwischen drei verschiedenen U-Werten:
 Uf = frame(Rahmen), Ug = glass (Glas), Uw = window (Fenster). Die Gesamtdämmung eines Fensters (= Uw) ergibt sich aus den beiden Koeffizienten Uf und Ug. Der U-Wert wird in W/m²K” ausgedrückt. W” steht dabei für Watt und “K” für Kelvin.

Ganz allgemein gilt: Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Einen Anhaltspunkt für Vergleiche bietet hier die  Energieeinsparverordnung. Laut dieser gelten Fenster mit einem Uw-Wert von  nicht größer als 0,8 W/m2K als passivhaustauglich.

Tipp 3: Das „richtige“ Material auswählen

Die Wahl des Materials der Fensterprofile ist eine sehr wichtige Entscheidung. Welche Materialien bei der Fertigung der Fenster zum Einsatz kommen, beeinflusst das optische Erscheinungsbild Ihrer Immobilie, Ihre Wohnatmosphäre und nicht zuletzt Ihre Bau- und Folgekosten.

Da sich in den letzten Jahren alle Materialien und vor allem auch die Fertigungsprozesse stark verändert haben, gibt es wenige Aspekte, die eindeutig für oder gegen ein Material sprechen. Vergleicht man österreichische Qualitätsfenster, so gibt es zwischen Holz-, Alu- oder Kunststofffenstern hinsichtlich technischer Merkmale kaum Unterschiede. Aus unserer Erfahrung gelten hier zwei relevante Faktoren: die persönliche Präferenz für ein Material und das Baubudget.

Nur mit einem Vorurteil möchten wir an dieser Stelle aufräumen: In vielen Beiträgen wird bei Kunststofffenstern der Umweltaspekt negativ beurteilt. Dank Forschung und Neuerungen in der Fertigung ist bei Kunststofffenstern eine umweltschonende und energiesparende Herstellung möglich. Fenster von REFORM haben beispielsweise erst vor kurzem das VinylPlus Zertifikat erhalten. Dabei handelt es sich um ein Qualitätssiegel, welches den nachhaltigen Umgang mit PCV-Rohstoffen und Fertigprodukten zertifiziert.  Wir achten zudem penibel auf einen vollständigen Recycling-Kreislauf. Somit ist selbst hier Nachhaltigkeit garantiert. Der geringere Wartungsaufwand (z.B. kein Streichen notwendig) und die lange Lebensdauer beeinflussen zudem die Ökobilanz der Kunststofffenster positiv.

Tipp 4: Formen und Farben klug wählen

Für viele Kunden fällt die Entscheidung bei der Wahl der Fenster aufgrund von Überlegungen zu optischen Aspekten. Sollen es Fenster im klassischen Stil, etwa mit Sprossen, oder doch lieber Fenster mit einem modernen Design sein? Diese Überlegungen zum Aussehen eines Fensters schlagen sich leider allzu oft in der Wahl des Materials der Fensterrahmen und somit der Energieeffizienz nieder. Doch das muss nicht sein! Aufgrund innovativer Technologien und laufender Weiterentwicklungen können heutzutage fast alle Form- und Farbwünsche umgesetzt werden – unabhängig davon, ob Sie sich für Holz- oder Kunststofffenster entscheiden.

Innovative Kunststofffenster können beispielsweise ganz nach Ihren individuellen Vorstellungen gestaltet werden. Mit hochwertigen Folien-Kaschierungen oder Alu-Vorsatzschalen eröffnen sich hier die unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten. Mit Folien-Kaschierungen können Holz- und Uni-Dekors umgesetzt werden, die lichtecht und witterungsbeständig sind. Mit hochwertigen Aluminium-Vorsatzschalen  lassen sich wiederum die technischen Vorteile von PVC-Profilen mit der Optik von Aluminiumprofilen perfekt kombinieren. Aktuell besonders gefragt sind hierbei flächenbündige Vorsatzschalen.

Gerade bei modernen Bauvorhaben werden besondere Fensterformen gerne als dekoratives Element oder aus funktionalen Gründen in der Gebäudefassade eingesetzt. Je nach individuellem Bedürfnis und Raumgestaltung können neben der Form die Größen der Fenster eines Objektes stark variieren. Im Hinblick auf so spezielle Anforderungen ist heute mit zeitgerechter Planung alles möglich, was der Feder kreativer Architekten entspringt. Wenn große Fensterelemente geplant werden, sollte man besonders auf die Fensterprofile achten. Diese müssen natürlich besonders stabil sein und hinsichtlich ihrer Optik trotzdem schlanke Ansichten ermöglichen.

Tipp 5: Verglasung: Energieeffizienz und Schallschutz beachten

Obwohl Fenster heute über sehr gute Dämmeigenschaften verfügen, bleiben sie dennoch die Schwachstelle in der Wärmeisolierung eines Hauses. Die Frage der passenden Verglasung ist daher genauso wichtig wie die Wahl des richtigen Rahmens. Einfach verglaste Fenster sind, trotz ihres mitunter charmanten Aussehens, wegen ihres schlechten Dämmwerts energetisch sehr bedenklich und nicht mehr zeitgemäß. Moderne Isolierglasfenster haben deswegen zumindest eine doppelte Verglasung sowie einen hermetisch abgeschirmten Zwischenraum zwischen den beiden Gläsern, der mit Edelgasen wie Argon oder Krypton gefüllt ist. Der aktuelle Trend im Fensterbau geht aber aufgrund der hervorragenden thermischen Isolierung und größtmöglichen Energieeffizienz ganz klar in Richtung Fenster mit Dreifachverglasung.

Neben der Wärmedämmung gilt es bei der Glasauswahl auch den Schall- und den Einbruchschutz zu berücksichtigen. In welchem Ausmaß diese Kriterien zu beachten sind, ist stark von der Lage der Immobilie sowie dem persönlichen Empfinden abhängig. Bei Fenstern und Türen im Erdgeschoß empfehlen wir jedenfalls die Verwendung von einbruchhemmendem Glas. Moderne Fenster verfügen heutzutage schon standardmäßig über sehr hohe Schallschutzwerte. Ob die Verwendung von Lärmschutzverglasungen notwendig ist, lässt sich am Besten in einem individuellen Beratungsgespräch klären.

Tipp 6: Den optimalen Einbruchschutz finden

Beim Thema Sicherheit spielen Fenster eine ebenso zentrale Rolle. Denn gerade im eigenen Zuhause sollte man sich besonders wohl und sicher fühlen. Um später böse Überraschungen zu vermeiden, gilt es, sich deshalb vor dem Kauf eines Fensters genau darüber zu informieren, welche speziellen Schutzfunktionen das Fenster bietet.

Fenster sollten jedenfalls über umlaufende Sicherheitsbeschläge, die als Aushebelungsschutz dienen, verfügen. Wie bereits erwähnt, empfehlen wir im Erdgeschoß die Verwendung von einbruchhemmendem Glas. Mehr Informationen dazu finden Sie auch im Artikel Sicherheitsverglasung.

Der Schutz Ihres Eigenheims kann durch die Verwendung von versperrbaren Griffoliven erheblich verbessert werden. Diese verhindern das Drehen der Olive auch bei gekippten Fenstern, eingeschlagener Scheibe oder durch den Einsatz einer Drahtschlinge.

Ein sehr hohes Maß an Sicherheit bieten integrierte Alarmkontakte. Diese sind mit einer Alarmanlage verbunden. Durch die Kontakte entsteht ein Magnetfeld zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel. Beim Öffnen der Fenster oder Türen unterbricht man dieses und löst einen Alarm aus. In unserem Blog-Artikel „Reedkontakte: Unauffällig und effizient“ erfahren Sie mehr dazu. Um Mehrkosten zu vermeiden, sollte man integrierte Alarmkontakte bereits bei der Elektroinstallationsplanung berücksichtigen.

Tipp 7: Effizienten Sonnen- und Hitzeschutz sowie Insektenschutz mitplanen

Fenster sind auch ein wichtiger Bestandteil im Energiekonzept einer Immobilie. Für das richtige Raumklima ist nicht nur im Winter ein Wärmeverlust zu verhindern, sondern auch im Sommer die Hitze draußen zu halten. Der Einsatz von Sonnen- und Hitzeschutz bei den verglasten Flächen einer Fassade muss daher rechtzeitig bedacht und geplant werden.

Sonnen- und Insektenschutz sollten am besten gleich mit den Fenstern bestellt bzw. zumindest geplant werden. Ein nachträglicher Einbau führt oft zu unnötigen Mehrkosten. Motorbetriebene Sonnenschutzsysteme sind zudem bereits in der Elektroplanung zu berücksichtigen.

Insbesondere bei ausgefallenen Fensterformen und – farben sollte man sich ebenfalls Gedanken über den Sonnenschutz machen, da dieser ja mit den Fenstern harmonieren sollte.

Tipp 8:  Zubehör nicht vergessen

Neben Sonnen- und Insektenschutz sollte man sich außerdem über weiteres Zubehör Gedanken machen und dieses budgetär miteinplanen. Möchte man z.B. sichtbare oder verdeckt liegende Beschläge? Verwendet man Standardgriffoliven oder doch elegante Edelstahloliven?

Auch Innen- und Außenfensterbänke wollen geplant sein. Mittlerweile gibt es hier eine Vielzahl an Materialien und Designs. Diese sollten nicht nur optisch zur gewählten Fensterfarbe passen, sondern auch ins Baubudget.

Sind Fenster geplant, bei denen man eine Absturzsicherung benötigt, so sollte man sich darüber rechtzeitig Gedanken machen. Auch bei sogenannten französischen Balkonen gibt es eine Vielzahl an Designvarianten. Diese sind jedenfalls bei der Gestaltung der Außenfassade ebenfalls zu berücksichtigen.

Tipp 9: Fachgerechte Montage nach dem Fensterkauf

Die Montage Ihrer Fenster sollte professionell, schnell und sauber vonstatten gehen. Achten Sie beim Neubau darauf, dass das Angebot einen normgerechten Einbau beinhaltet. Diesen bezeichnet man als Einbau nach ÖNORM B 5320 oder RAL-Montage.

Im Kern geht es hier vor allem um die sogenannte Bauanschluss-Fuge bzw. Bauanschlussfuge. Dabei müssen die raumseitige Abdichtung der Bauanschlussfuge (der Abstand zwischen Stockrahmen und Wandfläche) diffusionsdicht und die äußere Abdichtung diffusionsoffen und schlagregendicht erfolgen.

Tipp 10: Preis-Leistungsverhältnis richtig beurteilen

Je genauer Sie alle Ihre Anforderungen vorab definiert haben, desto einfacher sollte es für Sie sein, Angebote zu vergleichen. Aus unserer Erfahrungen raten wir Ihnen, folgenden Punkten besondere Aufmerksamkeit zu schenken:

  • U-Wert der Fenster
  • Welche Verglasung wird angeboten (Sicherheitsverglasung)?
  • Welche Ausstattungsmerkmale sind serienmäßig und für welche gibt es Aufpreise?
  • Informieren Sie sich über Instandhaltung und Folgekosten
  • Serviceleistungen und Reaktionszeiten
  • Wo werden die Fenster produziert?

Wie bei vielen Dingen, gilt auch bei Fenstern, dass nicht zwingend das günstigste Angebot das beste ist. In Summe ist das Preis-Leistungs-Verhältnis zu beurteilen. Gerade, wenn das Baubudget schon angespannt ist, empfehlen wir eine Priorisierung der einzelnen Ausstattungsmerkmale.

Hier noch ein letzter Tipp: Fragen Sie nach Aktionen! Viele Fensterhersteller bieten immer wieder unterschiedlichste Aktionen, beispielsweise profitieren REFORM Kunden aktuell von der 4+1 Aktion: Beim Kauf von 5 Fenstern ist das günstigste gratis. Wir schenken Ihnen sogar bis zu 3 Fenster (4+1, 8+2, 12+3). Aktion ist gültig bis 30.04.2019 für Angebote ab 01.01.2019 und Auslieferung bis 30.06.2019

Mehr Details zur Aktion finden Sie hier: https://www.reform-fenster.at/neues-aus-der-fensterwelt/aktuelle-aktion-geneo.html

 

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